GEMEINSCHAFT

Die letzten fünf Schwestern des Klosters Maria der Engel Appenzell haben die Klostergebäude einer Stiftung übergeben unter der Aufsicht des Bischofs von St. Gallen mit dem Zweck, die Gebäude – wenn möglich – einer Gemeinschaft kirchlichen Rechtes zur Nutzung zu übergeben, damit Kirche und Kloster ein Ort der Stille und des Gebetes bleiben.

Der Stiftungsrat ist sich der Schwierigkeit bewusst, die Erfüllung dieser Zweckbestimmung in einer Zeit zu verfolgen, wo die Zahl der Ordensleute in unseren Breitengraden abnimmt, die Zahl der Seelsorgenden schwindet und das Interesse am Kirche-Sein geringer wird.

Der Blick in die Kirchengeschichte zeigt aber auch, dass Neuaufbrüche möglich sind und aufgegebene Klöster neu besiedelt werden konnten. Solche Neuaufbrüche können nicht einfach erzwungen oder gemacht werden. Weil sie ein Geschenk sind, wollen sie auch erbetet sein.

Ein Hauptziel der Strategie des Stiftungsrates ist es, für das Klostergebäude eine neue Dauerlösung zu finden, in der sich eine Gemeinschaft kirchlichen Rechtes dauerhaft im Kloster Maria der Engel niederlässt.

Bis eine Dauerlösung gefunden wird, kann das Kloster auch für eine Übergangslösung genutzt werden. So können die Gebäude gleichzeitig verschiedenen Zwecken dienen. Einerseits soll die Klosteranlage Einfachheit und Stille ausstrahlen, andererseits ist auch wichtig, dass durch Aktivitäten im Kloster die wirtschaftlichen Herausforderungen an die Stiftung unterstützt werden.

 

Der Stiftungsrat macht Möglichkeiten bekannt, dass ein freies, intaktes Kloster für eine interessierte kirchliche Gemeinschaft offen steht im Sinne der oben beschriebenen Dauerlösung oder auch im Sinne einer Übergangslösung.

Interessierte wenden sich an den Stiftungsrat. Sie dürfen das Kloster gerne besichtigen, um sich selber einen Eindruck zu verschaffen.